VEREINIGUNG KATHOLISCHER ÄRZTE DER SCHWEIZ
ASSOCIATION DE MEDECINS CATHOLIQUES SUISSES
ASSOCIAZIONE MEDICI CATTOLICI SVIZZERI
Membre de la Féderation européenne (FEAMC) et internationale (FIAMC) d'associations de médicins catholiques


VKAS

Die VKAS unterstützt und fördert eine christliche Orientierung der Medizin. Dabei stützt sie sich auf das Lehramt der Katholischen Kirche. Das heisst insbesondere:

Die Vereinigung wird von ordentlichen Mitgliedern gebildet, d.h. von den in der Schweiz wohnhaften katholischen Ärzten und Medizinstudenten, welche die Zweckbestimmung der Vereinigung annehmen und den Jahresbeitrag entrichten (für Assistenzärzte reduziert, für Studierende frei). Außerordentliche Mitglieder sind natürliche und juristische Personen mit analoger Zielsetzung aus dem In- und Ausland, unabhängig von religiösem Bekenntnis. Außerordentliche Mitglieder und Ehrenmitglieder haben eine beratende Stimme.


AKTUELL

Jahrestagung und Mitgliederversammlung 2019

Samstag, 30. März 2019
Benediktinerabtei St. Othmarsberg, Uznach

Thema
Alternativmedizin

Referenten

Einladung der Präsidentin

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Am Samstag, den 30.03.2019 findet unsere alljährliche Mitgliederversammlung der Vereinigung der Katholischen Aerzte der Schweiz VKAS in der Benediktinerabtei St. Othmarsberg in Uznach statt. Dafür möchte ich Euch alle herzlich einladen.

Unsere diesjährige Tagung befasst sich mit dem Thema der Alternativmedizin. In der heutigen medizinischen Praxis sind alternativ- medizinische Methoden sehr verbreitet. Die Referenten DDDr. Peter Egger und P. Dr.med. Ioannes, OSB werden die Thematik aus philosophisch- theologischer und aus naturwissenschaftlicher Perspektive kritisch beleuchten.

Die diesjährige VKAS Tagung ist der Beginn einer Tagungsreihe, die den Titel trägt: „Der christliche Arzt“- naturwissenschaftliche Medizin auf christlicher Basis. Das Tagungsprogramm möchte Aerzte, medizinische Berufsgruppen und Priester in das Wesen des christlichen Menschenverständnisses einführen. Die Tagungsreihe findet in Zusammenarbeit mit der VKAS und dem Kloster Disentis statt, wo die Tagungen stattfinden werden. Das Tagungsprogramm wird nach der Mitgliederversammlung der VKAS auf unserer website www.medcath.ch aufgeschaltet sein.

Herzliche Grüsse

Dr.med.Rahel Gürber, Päsidentin VKAS,
Zürich, 21.01.2019

Anmeldung bitte an Fr.Dr.med. Rahel Gürber, rahelguerber@bluewin.ch



NEU: Acta Medica Catholica Helvetica Herbst 2018 (2/2018)

Zum Inhalt

Neue Richtlinien Umgang mit Sterben und Tod der SAMW Unser Vorstandsmitglied, Dr. med. Peter Ryser hat in der Zeit der Vernehmlassung einen bedenkenswerten Kommentar verfasst (Acta 1/2018, Seiten 40-44) und schon damals sehr grosse Bedenken angemeldet. Insbesondere wies er auf „eine elementar logische Widersprüchlichkeit“ hin: „Denn wenn einerseits Suizidhilfe nicht Teil der ärztlichen Tätigkeit ist und den Zielen der Medizin widerspricht, kann der einzelne Arzt aufgrund eines Gewissensentscheids nicht zur Privatperson werden, wenn er Natriumpentothal verschreibt. Er verletzt vielmehr die allgemein anerkannten Regeln des Standesethos.“ Am 13. Juni 2018 wurden die neuen, bereinigten Richtlinien veröffentlicht. Am 25. Oktober 2018 wird die Ärztekammer der FMH über die Aufnahme dieser Richtlinien in die Standesordnung zu befinden haben. In Übereinstimmung mit früheren unserer Stellungnahmen (AMCH 2/2008, AMCH 2/2014, AMCH 2/2017) lehnen wir die Richtlinien in der nun vorliegenden Form ab.

Der Philosoph Prof. François Gachoud, Bulle hat uns seine Réflexions éthiques critiques sur les directives de l’Académie Suisse des Sciences Médicales zur Publikation zur Verfügung gestellt. Dafür danken wir ihm herzlich. Ein grosser Dank geht auch an Dr. Otto Jungo, der den Kontakt zu Prof. Gachoud hergestellt hat. Dieser Beitrag von Prof. Gachoud ist sehr geeignet, Mitglieder der FMH-Ärztekammer im privaten Gespräch zu sensibilieren und wir bitten alle Leserinnen und Leser, in Kollegenkreisen, aber auch allgemein, auf diese Thematik einzugehen.

Die beiden nächsten Beiträge betreffen Dompropst Christoph Casetti: zuerst die Gratulation zu seinem 75. Geburtstag und ein Hinweis auf die Festschrift Ein Leben für das Leben , dann die schriftliche Fassung seines Vortrags Seelen zwischen Erde und Himmel vom 17. März 2018 an der Jahrestagung in Uznach, in welchem er auch auf seine jahrelangen Erfahrungen im Befreiungsdienst eingeht.

Es folgt ein Nachruf für Prof. Ronan O‘Rahilly von Prof. Günter Rager mit dem Titel Ein Embryo ist mehr als ein Zellhaufen . Prof. O’Rahilly bleibt uns in unvergesslicher Erinnerung: er referierte am VKAS/IANFP-Kongress (Schwangerschaft, Geburt, das Kind – wo sind ethische Überlegungen gefragt? in Sion 1994 unter dem Patronat von S.E.Henri Cardinal Schwery) zum Thema La vie avant la naissance.

Susanne van der Velden gibt in ihrem Referat Restaurative Reproduktive Medizin differenziert Auskunft über die weibliche und männliche Sterilität, die medizinischen und sozialen Rahmenbedingungen für eine Kinderwunschtherapie und schildert die NaProTechnology als bewährte Methode, die die Ursachen der ungewollten Kinderlosigkeit strukturiert und konsequent aufdeckt und durch moderne konservative und chirurgische Therapieprotokolle behandelt.

Ein Abstract orientiert über das erhöhte Herz-Kreislaufrisiko bei IVF , eine Arbeit, an der Prof. Urs Scherrer vom Inselspital Bern massgeblich beteiligt ist.

Die zwei folgenden Beiträge befassen sich mit dem Marsch fürs Läbe 2018 in Bern, wo eine Petition an den Bundesrat lanciert wurde mit der Bitte, sich ein umfassendes wissenschaftlich gestütztes Bild über die gesundheitlichen Folgen von Abtreibungen zu verschaffen. Diesem Heft liegt ein Unterschriftenbogen bei, weitere sind bei info@marschfuerslaebe.ch erhältlich.

Martina Lusser-Tschudi, Mitglied des Vereins ACT212 berichtet unter der Überschrift Menschenhandel – ein globales Problem, das auch die Schweiz betrifft über die Ziele ihres Vereins: Menschenhandel in der Schweiz und im Ausland bekämpfen, vermehrt Opfer von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung identifizieren, Gewährleisten eines umfassendes Opferschutzes, Fachtagungen und Schulungen.

In einer gemeinsamen Medienmitteilung kritisieren HLI und VKAS die heute in der Schweiz geltende Verordnung betr. Todesfeststellung nach Therapieabbruch nach Herz- Kreislaufstillstand (DCD/NHBD) und fordern u.a. Swisstransplant auf, den Aufbau des Nationalen Spenderegisters auszusetzen, bis alle Unklarheiten beseitigt sind und garantieren, dass potentielle Organspender vor ihrer Registrierung umfassend informiert sind.

In seiner Arbeit Alle origini della bioetica geht Ermanno Pavesi auf Geschichte und Entwicklung der Bioethik ein. Der Begriff Bioethik wurde erstmals 1927 vom protestantischen Pastor Fritz Jahr (1895-1953) verwendet. 1970 nannte Van Rensselaer Potter die Bioethik „ Die Wissenschaft des Überlebens“. 1971 wurde die Bioethik eine universitäre Disziplin als neue Form der Medizinethik. Der Autor weist auf aktuelle Gefahren hin, die mit der Bioethik verbunden sind, so auf die Wünsche des Patienten, die vor allem seinen subjektiven Bereich betreffen. Deshalb fordert Edmund D. Pellegrino (frei übersetzt): “Wir müssen von der Medizinethik bzw. Bioethik zu einer Moralphilosophie für die medizinischen Berufe weiterkommen.“


Acta Medica 2/2018 vollständig als PDF



GEBET DES ARZTES

Vater im Himmel, Du hast den Menschen nach Deinem Ebenbild geschaffen und ihn zur Liebe berufen. Krankheit und Tod sind Folgen der Erbsünde. Du aber willst, dass alle Menschen gerettet werden. Darum hast Du deinen Sohn als Erlöser gesandt. Dafür danken wir Dir und lobpreisen Dich.

Jesus Christus, unser Herr und Heiland, Du hast Sünden vergeben und Kranke geheilt. Du hast für uns gelitten und bist für uns gestorben. In Deiner Auferstehung hast Du den Tod besiegt. Als Arzt der Seele und des Leibes hast Du den Menschen gedient. Dafür danken wir Dir und lobpreisen Dich.

Heiliger Geist, unser Tröster und Beistand, Du bist ausgegossen in unsere Herzen, um uns zu helfen, die Liebe des dreifaltigen Gottes zu erwidern. Dafür danken wir Dir und lobpreisen Dich.

Vater im Himmel, lass uns in jedem Patienten ein Kind Gottes erkennen, ausgestattet mit der Würde, die jeder Person eigen ist, berufen zur ewigen Glückseligkeit bei Dir.

Jesus Christus, lass uns bei unserem Dienst des Heilens dir nachfolgen. Lass uns in jedem Leidenden Dein Anlitz erkennen und in jedem Kranken Dir dienen.

Heiliger Geist, gibt uns die Kraft, unseren Patienten beizustehen und sie zu trösten, wo leibliche Heilung nicht mehr zu erwarten ist. Hilf uns, die Grenzen unseres Handelns anzunehmen und unser Wirken immer wieder in Gottes Hand zu legen, der uns liebt jetzt und in Ewigkeit.
Amen

Christoph Casetti, 2005