VEREINIGUNG KATHOLISCHER ÄRZTE DER SCHWEIZ
ASSOCIATION DE MEDECINS CATHOLIQUES SUISSES
ASSOCIAZIONE MEDICI CATTOLICI SVIZZERI
Membre de la Féderation européenne (FEAMC) et internationale (FIAMC) d'associations de médicins catholiques



VKAS

Die VKAS unterstützt und fördert eine christliche Orientierung der Medizin. Dabei stützt sie sich auf das Lehramt der Katholischen Kirche. Das heisst insbesondere:

Die Vereinigung wird von ordentlichen Mitgliedern gebildet, d.h. von den in der Schweiz wohnhaften katholischen Ärzten und Medizinstudenten, welche die Zweckbestimmung der Vereinigung annehmen und den Jahresbeitrag entrichten (für Assistenzärzte reduziert, für Studierende frei). Außerordentliche Mitglieder sind natürliche und juristische Personen mit analoger Zielsetzung aus dem In- und Ausland, unabhängig von religiösem Bekenntnis. Außerordentliche Mitglieder und Ehrenmitglieder haben eine beratende Stimme.


AKTUELL

Jahrestagung und Mitgliederversammlung 2020

Die Mitgliederversammlung der VKAS vom Samstag, 07.03.2020 wurde aufgrund der aktuellen Coronavirussituation auf den Samstag, 31.10.2020 verschoben und fand per Videokonferenz statt.


Tagungsreihe "Der christliche Arzt"

Naturwissenschaftliche Medizin auf christlicher Basis

Das Tagungsprogramm möchte Aerzte, medizinische Berufsgruppen und Priester in das Wesen des christlichen Menschenverständnisses einführen. Die 2019 begonnene Tagungsreihe findet in Zusammenarbeit mit der VKAS und dem Kloster Disentis statt, wo die Tagungen stattfinden werden.
Alle Informationen zur Tagungsreihe "Der Christliche Arzt"

Die 4.Tagung wurde aufgrund der Coronasituation verschoben. Die Veranstaltung findet nach Möglichkeit im 1. Quartal 2021 statt.

Das Thema: Die Psychologie und ihre Problematik: Tiefenpsychologie, Hypnose und Bewusstseinserweiterung versus die christliche Psychologie.



Acta Medica Catholica Helvetica 01/2020

Gesamtes Heft als PDF ActaMedica 1/2020

Zum Inhalt

Seit ein paar Monaten wird unser Alltag deutlich durch die Covid-19-Pandemie mitgeprägt. Eine direkte, eher belanglose Folge davon sind Terminverschiebungen. Die GV 2020, die am 7. März hätte stattfinden sollen, findet nun am Samstag, 31. Oktober 2020, wiederum in Uznach, statt. Die für 8.-10. Mai 2020 vorgesehene dritte Session der Vortragsreihe „Der christliche Arzt“ im Benediktinerkloster Disentis wurde auf 19.-21. Juni 2020 verschoben. Von viel grösserer Bedeutung sind weltweit die noch nicht absehbaren Folgen gesundheitlicher - und damit eng verbunden – wirtschaftlicher Natur. Und: Lehrt uns diese mit Wucht begonnene Seuche etwas? Ist der Mensch doch nicht das Mass aller Dinge? Muss die Demut (wieder-)entdeckt werden, die Gottesbeziehung in Erinnerung gerufen werden? Für den Moment scheint es uns wichtig, dass die zum grossen Teil noch gar nicht erfassbaren Probleme rund um das Coronavirus selbstlos mit beruflicher und politischer Klugheit und Kompetenz angegangen werden, ohne dabei philosophische, anthropologische und theologische Überlegungen zu vernachlässigen. Heilige Corona, bitte für uns. Auch der Heilige Karl Borromäus, der während einer Pestepidemie in Mailand ein funktionierendes Gesundheitswesen aufgebaut und selbst aktiv und ohne Furcht an der Krankenpflege teilgenommen hat, möge angerufen werden. Um noch kurz bei Covid-19 zu bleiben: Dr. med. Peter Ryser hat auf den beiden nächsten Seiten seine ersten Überlegungen zu dieser Krankheit zusammengefasst. So auch zum Stichwort Triage! Die folgenden Seiten sind lieben Verstorbenen gewidmet. Unsere langjährige Vizepräsidentin Adelheid Grüniger und unser jahrzehntelanger Geistlicher Berater Dompropst Msgr. Christoph Casetti haben unsere Vereinigung geprägt und bereichert und wir gedenken ihrer mit grossem Respekt und in grosser Dankbarkeit. Drei weitere Persönlichkeiten, die sich auch ganz dem Schutz des menschlichen Lebens verschrieben hatten, werden kurz gewürdigt. „Organspende: Nicht ohne meine Zustimmung“ lautete des Thema des „Tag des Lebens“ des Bistums Chur, zu dem am 12. Oktober 2019 das Bischöfliche Ordinariat Chur und Human Life International (HLI)-Schweiz nach Zürich eingeladen hatten. Zum Beginn feierte Dompropst Christoph Casetti mit einigen Tagungsteilnehmenden die Heilige Messe in der stimmungsvollen Kirche St. Peter und Paul (für mich, Nikolaus Zwicky-Aeberhard, war es die letzte, von Msgr. Casetti zelebrierte Messe!) Die beiden Grundsatzreferate der Tagung, die grosse Beachtung fanden, sind abgedruckt: Prof. Dr. med. Axel W. Bauer referierte unter dem Titel „Ist die vermutete Zustimmung bei der Organspende aus ethischer Perspektive angemessen?“ Ausgehend von der Tatsache, dass im Jahr 2019 in der Schweiz und in Deutschland politische Initiativen zur Erleichterung von Organentnahmen bei sogenannten „Hirntoten“ (in der Schweiz die Volksinitiative für die Widerspruchsregelung) ergriffen wurden, ging er u.a. auf die Frage „Wie tot sind Hirntote ?“ ein. Nach einer sorgfältigen, ausführlichen Analyse formulierte er folgenden aufrüttelnden Schlusssatz: „Das tragische Alleinstellungsmerkmal der Organspende, welches darin besteht, dass der potentielle Organempfänger den unfreiwilligen Tod eines anderen, ihm unbekannten Menschen herbeisehnen muss, um eine Verbesserung des eigenen Gesundheitszustands – vielleicht – erreichen zu können, ist mit der regelhaften Vermutung einer Zustimmung des Betroffenen zur Organentnahme nach meiner Überzeugung prinzipiell unvereinbar. Lic. iur et theol. Niklaus Herzog fordert „ein klares und unmissverständliches Nein zur Widerspruchsregelung“, da diese einen massiven Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, vor allem in das körperbezogene Selbstbestimmungsrecht und das Recht auf körperliche Integrität bedeuten würde. Er schildert, wie der Bundesrat mit seiner „Erweiterten Widerspruchslösung“ gegenüber seiner früheren Haltung einen Schwenker gemacht hat. Am 8. März 2013 hatte er nämlich festgehalten: „Das Neutralitätsprinzip des Bundes besteht darin, nicht aktiv auf die Förderung der individuellen Spendebereitschaft hinzuwirken. Der Staat soll in dieser Frage neutral bleiben und jeden individuellen Entscheid zur Spende respektieren. Eine Pflicht zur Organspende kann es nicht geben.“ Am 13. Juni 2019 fand in der Universitäts-Frauenklinik Bern eine Fortbildung zur Thematik „Successful Reversal oft the Effects of Mifepristone Using Progesterone (Erfolgreiche Aufhebung der Wirkung der Abtreibungspille Mifepristone durch Progesteron) statt. Der Gynäkologe Dr. med. Werner Förster aus Einsiedeln führte durch die Tagung, welche in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. George Delgado, M.D., FAAFP, Präsident des STENO-Instituts stenoresearchinstitute@gmail.com in Escondido, U.S.A und der Arbeitsgruppe APR www.arbeitsgruppe-apr-ch (APR=Abortion Pill Reversal) durchgeführt wurde.*) Den Teilnehmenden gewährte die SGGG (Schweiz. Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) 4 Credits an die Kernfortbildung. Das Wesen der Aufhebung der Mifepriston-Wirkung durch Progesteron wird in der Arbeit von Prof. Delgado eindrücklich aufgezeigt. Mit seiner ausdrücklichen Erlaubnis konnte sein Originalartikel A Case Series Detailing the Successful Reversal oft he Effects of Mifepristone Using Progesterone im vorliegenden Heft unserer Acta abgedruckt werden. Schade, dass man von dieser an sich einfachen APR-Methode, die in den U.S.A. offensichtlich etabliert ist, in Europa bis jetzt sehr wenig hört. Daher danken wir den Veranstaltern dieser Tagung, insbesondere auch der Universitäts-Frauenklinik Bern für die Durchführung dieser wertvollen Fortbildung, welche geeignet ist, das Wissen über APR zu verbreiten und weiter zu vertiefen. Beachten Sie auch die Letzte Seite mit wichtigen Terminen. Mit guten Wünschen Rahel Gürber, Präsidentin Nikolaus Zwicky-Aeberhard, Past Präsident

*) Die Arbeitsgruppe APR (Abortion Pill Reversal) ist aus der SHMK (Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind), Münchenstein, hervorgegangen.

P.S.: Wir bitten erneut diejenigen Mitglieder, die uns ihre Email-Adresse noch nicht bekanntgegeben haben, uns diese noch zuzustellen. Unsere Email-Adressen siehe unter Impressum. Vielen Dank!


GEBET DES ARZTES

Vater im Himmel, Du hast den Menschen nach Deinem Ebenbild geschaffen und ihn zur Liebe berufen. Krankheit und Tod sind Folgen der Erbsünde. Du aber willst, dass alle Menschen gerettet werden. Darum hast Du deinen Sohn als Erlöser gesandt. Dafür danken wir Dir und lobpreisen Dich.

Jesus Christus, unser Herr und Heiland, Du hast Sünden vergeben und Kranke geheilt. Du hast für uns gelitten und bist für uns gestorben. In Deiner Auferstehung hast Du den Tod besiegt. Als Arzt der Seele und des Leibes hast Du den Menschen gedient. Dafür danken wir Dir und lobpreisen Dich.

Heiliger Geist, unser Tröster und Beistand, Du bist ausgegossen in unsere Herzen, um uns zu helfen, die Liebe des dreifaltigen Gottes zu erwidern. Dafür danken wir Dir und lobpreisen Dich.

Vater im Himmel, lass uns in jedem Patienten ein Kind Gottes erkennen, ausgestattet mit der Würde, die jeder Person eigen ist, berufen zur ewigen Glückseligkeit bei Dir.

Jesus Christus, lass uns bei unserem Dienst des Heilens dir nachfolgen. Lass uns in jedem Leidenden Dein Anlitz erkennen und in jedem Kranken Dir dienen.

Heiliger Geist, gibt uns die Kraft, unseren Patienten beizustehen und sie zu trösten, wo leibliche Heilung nicht mehr zu erwarten ist. Hilf uns, die Grenzen unseres Handelns anzunehmen und unser Wirken immer wieder in Gottes Hand zu legen, der uns liebt jetzt und in Ewigkeit.
Amen

Christoph Casetti, 2005

Domprobst Msgr. Christoph Casetti, unser langjähriger geistlicher Begleiter und lieber Freund ist am Sonntag, 09.02.2020 leider von uns gegangen.
Er hinterlässt eine grosse Lücke.
Todesannzeige