VEREINIGUNG KATHOLISCHER ÄRZTE DER SCHWEIZ |
ASSOCIATION DE MEDECINS CATHOLIQUES SUISSES |
ASSOCIAZIONE MEDICI CATTOLICI SVIZZERI |
Membre de la Féderation européenne (FEAMC) et internationale (FIAMC) d'associations de médicins catholiques |
Stammzellenforschung: Das unterschätzte Potenzial adulter Stammzellen - klinische Studien zu neuen Therapien
Vortäge vom 28.10.2004 an der Medizinischen Fakultät der Universität Bern
Organisatoren:
ArbeitsGemeinschaft Evangelischer Ärztinnen und Ärzte der Schweiz (AGEAS)
Vereinigung Katholsicher Ärzte der Schweiz (VKAS)
Gemeinsame Medienmitteilung vom 1.11.2004
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Das „unterschätzte Potenzial adulter Stammzellen“ war vergangenen Donnerstag-Abend das Thema zweier Vorträge von Prof. Dr. med. Michael Klein (Thorax- und Kardiovaskularchirurgie) und Dr. med. Jan Schulte am Esch am Esch (Viszerale Chirurgie) von der Universität Düsseldorf. Sie stellten Verfahren der Gewinnung und Anwendung adulter Stammzellen vor, welche erstaunliche Verbesserungen der Herzleistung bei Herzinsuffizienz (u.a als Folge von Herzinfarkten) oder in der Leberregeneration bringen. Adulte Stammzellen werden heute meist aus dem Knochenmark des Patienten gewonnen, bei dem die Anwendung geplant ist. Dabei sind in den letzten Jahren grosse Fortschritte erzielt worden: so kann die Gewinnung, Reinigung und Konzentration von einigen Millionen Stammzellen innerhalb der gleichen Narkose durchgeführt werden. Hauptvorteil der adulten autologen Stammzellen ist, dass keine Abstossungsreaktionen auftreten und der Patient daher nicht lebenslänglich Medikamente einnehmen muss, die sein Immunsystem erheblich schwächen (wie z.B nach Nieren- oder Herztransplantation). Oft werden heute die embryonalen mit adulten Stammzellen verwechselt: Embryonale Stammzellen werden sehr aufwendig und kompliziert gewonnen. Dabei werden Embryos zerstört, welche das Potenzial haben, sich zu erwachsenen Menschen zu entwickeln. Es bleibt ungewiss, ob aus embryonalen Stammzellen nicht bösartige Entartungen entstehen können. Sämtliche heute vorweisbaren Therapieerfolge beim Menschen sind auf adulte Stammzellen zurückzuführen. Diese werden aus dem geborenen Körper gewonnen ohne dabei Embryos zu zerstören.
Referenten:
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Dr. med. Nikolaus Zwicky-Aeberhard, Präsident der VKAS, stellt die Referenten vor.
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Dr. med. Ruedi Akert, Präsident der AGEAS, überreicht Prof. Dr. Klein ein Präsent.
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